Publikationen — was wir gezeigt haben, und unter welchen Voraussetzungen.
Unsere Arbeiten sind selbstarchivierte Preprints auf Zenodo und nicht begutachtet. Die Reihe wurde im September 2026 mathematisch überarbeitet. Ein unabhängiges Fachreview steht aus; wir sagen das dazu, weil es für die Einordnung zählt. Verlinkt ist jeweils die Konzept-DOI — sie führt immer zur neuesten Fassung, auch nach dem nächsten Upload. Frühere Fassungen bleiben unter ihren Versions-DOIs abrufbar.
Die Reihe im Überblick
FM-1 — Grundlagen zur wissenschaftlichen Auswertung klinischer Informationen
Wir legen Patienten, Aufenthalte, Diagnosen, Prozeduren und Messungen auf eine gemeinsame Zeitachse und trennen dabei, welches Ereignis gemeint ist, wann es lag und wozu es gehört. Für Sie heißt das: Verweildauern, Belegungszahlen und Kohorten lassen sich eindeutig definieren und nachrechnen. Beschreibende Kennzahlen halten wir von kausalen oder klinisch validierten Aussagen getrennt.
FM-2 — Erweitertes mathematisches Modell klinischer Informationen
Wir erweitern das Grundmodell um Ereignistypen, die Eigenschaften erben, um Prozessbeziehungen und eine Sprache für zeitliche Zusammenhänge. Bestehende Daten und Abfragen bleiben dabei unter benannten Voraussetzungen gültig. Für Sie heißt das: Ein Datenmodell kann wachsen, ohne dass alte Auswertungen still ihre Bedeutung ändern. Die Voraussetzungen dafür stehen im Papier.
FM-3 — AION: Algebraic Interval Ontology for Clinical Networks
AION ergänzt das Modell um unsichere Zeitangaben, zeitliche Muster, FHIR-Abbildungen, föderierte Auswertung und erklärbare Komponenten. Zu jeder Erweiterung legen wir offen, unter welchen Bedingungen sie gilt. Ein kleiner, ausführbarer FHIR-Versuch ist beigefügt. Für Sie heißt das: Sie sehen, was das Modell leisten kann und wo seine Annahmen enden — ohne Versprechen klinischer Wirksamkeit.
FM-4 — SILD: Signal-Loss Inspection at Data-boundaries
Wir beschreiben, wann eine Datenübertragung unterscheidbare Information verliert, und ordnen solche Verluste vier Mustern zu: Typ, Zeit, Zusatzangaben und Verknüpfungen. Unter ausdrücklich genannten Annahmen fällt jede verlustbehaftete Übertragung unter mindestens eines davon. Für Sie heißt das: Eine Prüfung kann gezielt fragen, was verloren gehen kann. Welche Annahmen Ihre Strecke erfüllt, klären wir im konkreten Fall.
FM-4.1 — Kettensätze, Beobachtungsgrenze und Verlustzerlegung
Wir untersuchen Ketten aus mehreren Systemen. Für jede verlorene Angabe gibt es genau eine erste Stufe, an der sie fehlt. Bestimmen lässt sie sich nur mit Wissen über die Verarbeitung. Ein nachgelagerter Prüfer kann einen Verlust feststellen, ohne den ursprünglichen Wert zurückzugewinnen. Für Sie heißt das: Wo Sie Messpunkte setzen, entscheidet, wie genau sich eine Ursache eingrenzen lässt.
FM-4.2 — Bedeutungserhalt und verzweigte Übertragungen
Wir trennen drei Fragen, die in der Praxis oft vermischt werden: Ist eine Angabe grundsätzlich rekonstruierbar? Gibt ein konkretes Programm sie richtig wieder? Ist ihre Herkunft belegt? Dazu kommen Verzweigungen und Zusammenführungen. Für Sie heißt das: Ein gefülltes Feld ist noch kein Beleg. Eine feinere Einteilung von Fehlerarten kennzeichnen wir ausdrücklich als offene Forschung.
Grenzbestimmung — Wo FHIR-Profile die semantische Last nicht mehr tragen
Wir zeigen, was Profilvalidierung leisten kann und wo ihre Grenze liegt: Eine Prüfung, die Zieldaten nur annimmt oder verwirft, kann eine Mehrdeutigkeit ausschließen, aber keine verlorene Unterscheidung zurückholen. Für Sie heißt das: Validierung und Übergangsprüfung ergänzen sich. Eine allgemeine Unmöglichkeit späterer Prüfung behaupten wir nicht.
Was wir zurückgenommen haben
- Wir sagen nicht mehr, dass Informationsverlust nur an der Übertragungsgrenze erkennbar sei. Ein späterer Prüfer kann einen Verlust bei bekanntem Modell feststellen — den ursprünglichen Wert zurückholen kann er nicht.
- Wir sagen nicht mehr, dass vier Verlustmuster jeden Fehler vollständig erfassen. Das gilt nur unter ausdrücklich genannten Annahmen.
- Wir nennen frühere Leistungs- und Stufenzahlen nicht mehr als Beleg. Sie beruhten auf gespeicherten Prüfkennzeichen, nicht auf einer semantischen Validierung.
Fassungen und DOI
Stand 17. September 2026. Die Fassungen tragen das Datum 13.09.2026; auf Zenodo liegen sie seit dem 16.09.2026.
| Papier | Fassung | Datum | Konzept-DOI |
|---|---|---|---|
| FM-1 | 1.3 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.19205556 |
| FM-2 | 1.3 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.19329921 |
| FM-3 (deutsch) | 1.5 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.20646841 |
| FM-3 (englisch)noch nicht auf den Stand 1.5 nachgezogen | 1.3 | 30.07.2026 | 10.5281/zenodo.19548856 |
| FM-4 | 3.2 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.20375434 |
| FM-4.1gemeinsamer Eintrag mit FM-4.2 | 0.10 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.22788842 |
| FM-4.2gemeinsamer Eintrag mit FM-4.1 | 0.2 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.22788842 |
| Grenzbestimmung | 7 | 13.09.2026 | 10.5281/zenodo.21318995 |
| Skalierungsschichtnicht Teil der Revision | 1.4 | 28.08.2026 | 10.5281/zenodo.20095469 |
| CAIRNSoftware-Eintrag — kein Papier | 1.0.5 | 29.08.2026 | 10.5281/zenodo.19483181 |
Gezählt wird in der Einheit Papier: FM-3 zählt als eines, obwohl es zwei Records (deutsch und englisch) hat; FM-4.1 und FM-4.2 zählen als zwei, obwohl sie sich einen Record teilen. So kommen acht Papiere zustande. CAIRN ist ein Software-Eintrag und nicht mitgezählt.